Marais



Marais ist ein Stadtteil von Paris. Die wichtigsten Grenzen des Stadtteiles bilden die beiden Plätze Place de la République und Place de la Bastille. Entsprechend sind neben weiteren Haltestellen die Stationen République und Bastille mögliche U-Bahnstationen für die Anfahrt in den Ortsteil.

Der Name Marais bedeutet Sumpf und bezieht sich darauf, dass der heutige Stadtteil durch die Urbarmachung von Sumpfgebieten entstand, welche sich ursprünglich außerhalb der Stadt befanden. Nach der Trockenlegung der Sümpfe wurden während des dreizehnten Jahrhunderts die ersten Häuser errichtet; als ein Jahrhundert später die Stadtmauer erbaut wurde, lag der Stadtteil bereits innerhalb dieser. Im siebzehnten Jahrhundert wurde der Ortsteil zu einem bevorzugten Wohngebiet Adeliger, welche während der Französischen Tradition vertrieben wurden. Als im neunzehnten Jahrhundert eine große Modernisierungswelle die alte Bausubstanz in Berlin weitgehend zerstörte, blieb Marais als einziger Stadtteil von den Maßnahmen vollständig verschont.

Die erhaltene alte Bausubstanz in Marais zeigt sich in einer einzigartigen Mischung aus prunkvollen Stadtpalais und schlichten Miethäusern. Der bekannteste Platz des Viertels ist die Place des Vosges (Platz der Vogesen). Er wurde 1605 unter dem Namen Place Royal erbaut und ist der älteste Platz innerhalb Paris. Neben den die Place de Vosges umgebenden Bauwerken sind die Fontäne und das Denkmal für Ludwig XIII. markant.

Das besondere Flair von Marais besteht jedoch in der Tradition des Ortsteiles als das Zentrum jüdischen Lebens. Auch wenn es Synagogen in einigen anderen Pariser Ortsteilen gibt, finden sich die meisten jüdischen Gotteshäuser in Marais. Der aufmerksame Spaziergänger findet zudem jüdische Geschäfte und Cafés, welche durch ein Kaschrut-Zertifikat gekennzeichnet sind. Dieses Zertifikat besagt, dass die religiösen Speisevorschriften nicht nur eingehalten werden, sondern dass auch eine rabbinische Überwachung ihrer Einhaltung gewährleistet ist. Die Synagoge in der Rue Pavée zeigt eine ausgesprochen schöne Fassade. Sehenswert sind die Pflanzenmotive ebenso wie der Davidsstern über dem Eingang und die großen Fenster.

Der Bummel durch den Stadtteil Marais ist natürlich jederzeit möglich. Die Synagogen lassen sich mit Ausnahme der Gottesdienstzeiten und seltener geführter Besichtigungen nur von außen anschauen. Bei einem Aufenthalt in den Cafés lässt sich das bunte Treiben in Marais gut beobachten. Die jüdischen Geschäfte und Cafés sind am Schabbat selbstverständlich geschlossen.






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