Die Pariser Oper



Die Pariser Oper unterhält in der französischen Hauptstadt zwei Opernhäuser. Die Opéra Garnier befindet sich an der Metrostation Opéra, die Opéra Bastille liegt an der U-Bahnstation Bastille.

Die Geschichte der Pariser Oper lässt sich bis zum Bau des ersten Hauses im Jahr 1671 zurückverfolgen. Von den beiden heute genutzten Spielorten wurde die Opéra Garnier im Jahre 1875 eingeweiht, während die Eröffnung der Opéra Bastille 1989 erfolgte. Der Grund für den Bau eines zweiten Opernhauses bestand in der enormen Nachfrage nach Aufführungen, welche nur durch die Aufteilung auf zwei Häuser befriedigt werden konnte.

Das Gebäude der Opéra Garnier ist nach seinem Architekten benannt. Sie ist in ihren Innenräumen auf eine neubarocke Weise reichhaltig ausgestattet und mit Gold verziert. Im Jahr 1963 ließ die Oper ein neues Deckengemälde durch Marc Chagall anfertigen. Besuchern ist vor dem Betreten des Opernhauses ein Blick auf dessen Fassade zu empfehlen, deren Skulpturen allegorische Darstellungen der mit einer Oper in Verbindung stehenden Künste zeigen. Passend für ein Opernhaus sind auch die Büsten bekannter Komponisten.

Weitere Statuen knüpfen an die griechische Mythologie an, am auffälligsten ist die Darstellung des Apollo. Während das alte Opernhaus vor allem auf Grund seiner wertvollen Ausstattung überzeugt, besticht die Opéra Bastille mit ihrer Technik, welche ein wechselndes Bespielen von neun Bühnen ermöglicht. Gemeinsam ist beiden Gebäuden der Pariser Oper die Verwendung großer Marmor-Mengen für den Bau, wobei die alte Oper mit dreißig verschiedenen Marmor-Sorten einmalig ist. Für einen großen Teil der Innenausstattung im neuen Opernhaus typisch ist ein blauer Granit. Hinsichtlich des Programmes unterscheiden sich beide Häuser dadurch, dass in der Opéra Garnier neben klassischen Opern überwiegend Ballett-Aufführungen gezeigt werden. Das neue Opernhaus verfügt neben dem großen Saal mit mehr als zweitausendsiebenhundert Sitzplätzen über ein Amphitheater und über einen kleinen Raum, wo experimentelle Opern für ein Liebhaber-Publikum gezeigt werden.


Pariser Oper
Die Pariser Oper

Am interessantesten ist der Besuch der Pariser Opernhäuser als Gast einer Aufführung. Wer sie nur besichtigen möchte, findet in der Opéra Garnier ebenso wie in der Opéra Bastille dazu üblicherweise von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr täglich die Gelegenheit. Auf Grund des Aufführungsbetriebes kann es jedoch zu Einschränkungen bei der Besichtigungsmöglichkeit kommen. Für die Besichtigung beider Opernhäuser ist ein gesondertes Eintrittsentgelt zu entrichten.






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